Im linken Bild: Erna Linse auf der Eingangstreppe zur Villa Wühlisch in Stolpmünde. Auf den rechten beiden Bildern die Villa Wühlisch im Jahr 2012. Vom Charakter kaum verändert. Nur das Grundstück ist wesentlich kleiner geworden. Im rechten unteren Bild der rechte Trakt, die komplette obere Etage war die Wohnung der Linses. Hier wohnten sie bis zu ihrer Flucht vor der Roten Armee im März 1945.

Im Bild oben links sitzen Tante Inge,meine Mama und Tante Margarete auf der Treppe zur Villa Wühlisch, als sie 1997 Stolpmünde besuchten. Oben Erna Linse vor der Treppe zur Villa 1944. Im linken Bild Erna Linse mit ihren vier Töchtern im großen Garten der Villa Wühlisch 1944. Von links nach rechts: Margarete, Inge, Helga und davor die kleinste Renate.

Willi Linse war zu der Zeit bereits in den Krieg eingezogen. So musste sich Erna Linse allein um die vier Mädels kümmern. Was natürlich in der Kriegszeit nicht so einfach war.

Im linken Bild die Erlöserkirche von Stolpmünde, in der meine Mutter und ihre Geschwister getauft worden sind von Pfarrer Martin Simon, der von 1928 bis 1945 Pfarrer in Stolpmünde war. Die Kirche wurde am 10.07.1888 eingeweiht. Das bis 1945 evangelische Gotteshaus wurde danach zugunsten der Katholischen Kirche in Polen enteignet und heißt heut Heilandskirche. Auf dem rechten Bild die ehemalige Schule von Stolpmünde, dass heut das Rathaus von Ustka ist. Die Schule wurde 1911 erbaut. In den letzten Kriegsmonaten war kein Unterricht mehr möglich, weil in der Schule Flüchtlinge z.B. aus Königsberg oder Memel dort untergebracht wurden.

Im Jahre 1886 wurde für den Reichsgründer Otto von Bismarck in Stolpmünde eine stattliche Sommerresidenz gebaut. Die Villa befindet sich ganz in der Nähe zum Strand. Sie beherbergt heut eine Pension, die Villa Red. In Stolpmünde gab es auch die Hindenburghöhe, ein großes Denkmal. Davon existiert heut leider nur noch ein kleiner Steinhaufen.

Ein Blick auf das alte Stolpmünde, noch mit alter Kirche. Sie stand im Kapitänswinkel von 1357 bis 1889. Die Kirche wurde jedoch zu klein und wurde abgetragen, als die neue Kirche fertig war. Der Altarkruzifix aus dem 17.Jahrhundert wurde in die neue Kirche integriert. Die alten Linden, die an der Kirche standen, stehen noch heut dort.

Oben links die ehemalige Hindenburghöhe am Strand von Stolpmünde. Rechts ein Blick auf die Partie an der Kirche um 1910.

Oben sieht man die kläglichen Reste, die von dem ehemaligen Hindenburgdenkmal auf der Hindenburghöhe übrig geblieben sind. Damals noch zu deutschen Zeiten war es ein beliebtes Ausflugsziel.

Oben der Leuchtturm von Stolpmünde. Er wurde 1892 eingeweiht, ist 20 Meter hoch und sein Licht strahlt gut 30 KM ins Meer hinaus. Von der Aussichtsplattform des kleinen backsteinernen Leuchtturms, der in der Nähe des Hafens und der Mole steht, hat man einen sehr schönen Überblick.

Seit Jahren kümmert sich der Stolpmünder Heimatverein darum, dass die Erinnerungen an Stolpmünde erhalten bleiben. Am 28.05.2012 nach einem schönen Gottesdienst legte der Verein am Gedenkstein auf dem Stolpmünder Friedhof Blumen nieder. Auf dem oberen Bild Tante Inge, Cora Meyer und Manfred Fischer vom Stolpmünder Heimatverein, der die Reise nach Stolpmünde 2012 mit tollem Rahmenprogramm organisiert hatte.

Blick auf den ehemaligen Bauernhof meiner Urgroßeltern in Birkhof/Starnitz, Kreis Stolp. Mein Urgroßvater Otto Paul Werner Linse ist hier noch 1945 gestorben. Heute heißt kleine der Ort Brzeziniec.Meine Urgroßmutter Maria Ernestine Charlotte Linse,geb.Grummisch ist später 1963 in Burgdorf, bei Hannover gestorben.

Im Mai 2012 haben wir den ehemaligen Hof meiner Urgroßeltern zum zweiten mal besucht, von links nach rechts: Cora,Tante Inge,Helena und ich. Helena ist auch schon über 80 Jahre alt. Sie und ihr Mann wurden damals von Weißrussland zwangsübersiedelt nach Birkhof und bekamen den Hof meiner Urgroßeltern. Jedesmal begrüßen sie uns so herzlich und führen uns gerne rum.

Helena und ihr Mann erzählen gerne von ihrem Leben und bewirten uns auch immer mit Kaffee, Piroggen und Wodka. Den Ofen hinter ihnen beheizte schon mein Urgroßvater. Solange steht der Ofen schon. Helenas Mann scherzt jedesmal, das es noch gute deutsche Arbeit war, der Ofen stehe noch 100 Jahre.

Hier ein Blick auf Felder und Grundstück des ehemaligen Bauernhofs der Linses in Birkhof, hinterm Haus

Oben und Unten nochmal Eindrücke vom ehemaligen Bauernhof der Linses in Birkhof!


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