Meine Vorfahren

Diese Seite mache ich gerade, weil mich die Ahnenforschung gepackt hat. Wo liegen meine Wurzeln? Was ist die Geschichte meiner Familie? Geweckt wurde meine Neugier durch meine Tante Margarete, der Schwester meiner leider viel zu früh verstorbenen Mutter. Sie schenkte uns allen ein selbsterstelltes Manuskript ,,Eine Reise ins Pommernland". Wohin? fragte ich mich damals. Als ich es zuende gelesen hatte, war ich gefesselt davon, was sie alles durchmachen mussten und wo überhaupt meine Wurzeln liegen. Nun war ich bereits ein paar mal im Pommernland und habe einiges zusammen getragen. Dieses möchte ich nun hier veröffentlichen, für mich und jeden, den es intressiert.

Diesen schönen Blick auf die Ostsee vom Strand bei Stolpmünde hat meine Tante Margarete Tietje gemalt. Sie malt schöne Bilder und sendet mir auch immer selbstgemalte Grußkarten, die ich alle einrahme.

Das Bild zeigt meine Großmutter mit ihren vier Kindern vor ihrer Wohnung in Stolpmünde, Kreis Stolp in Hinterpommern, wo sie bis zu ihrer Flucht vor den Russen im März 1945 gelebt haben. Ganz vorne links meine Mutter Helga Meyer. Dieses Haus gibt es sogar heute noch. Damals hieß die Straße Draheimstraße, heute Kopernikus ul.! In diesem Haus wurde meine Mutter auch geboren. Doch davon später mehr.

Danken möchte ich auch den vielen Helfern in den Ahnenforschungsgruppen.Dort habe ich bereits viele nette Menschen kennen gelernt sowie entfernte Cousins und Cousinen wie z.b. Tanja Thode, Sebastian Klee, Susanne Jeske oder Klaus F.Schwarz. Danke für die tolle Unterstützung.

Ich lade nun jeden ein, mit auf eine Reise in die Vergangenheit zu kommen und hoffe, das Euch meine Seiten gefallen-

Sven Meyer

Dies Bild zeigt alle vier Linse Mädels in Stolpmünde,von links nach rechts: Inge, Margarete, meine Mutter Helga und Renate.

Nach den Erzählungen hatten die vier Linse Mädchen bis zur ihrer Flucht im März 1945 eine schöne Kindheit in Stolpmünde. Sie wohnten in der Draheimstraße 5 in der Villa Wühlisch, die einem General von Wühlisch aus Berlin gehörte, der wohl nur ganz selten dort war. So hatten sie immer genug Platz zum spielen in dem großen Parkgelände. Sie bewohnten im rechten, oberen Trakt eine Wohnung. Diese Villa steht noch heute dort und ich war bereits schon mehrmals dort. Fast alle wurden auch in diesem Haus geboren, bis auf Tante Inge, die wurde in der Parkstraße geboren. Das wußte sie aber auch erst, als wir beim letzten Besuch in Stolpmünde ihre Geburtsurkunde im Standesamt von Ustka holten. Ustka ist der heutige Name von Stolpmünde.

Dort hatten sie ja auch die Ostsee fast direkt vor der Haustür.

Oft fuhren sie auch zu ihren Großeltern nach Birkhof, einem Bauernhof. Dann fuhren sie mit dem Zug bis in die Stadt Stolp, die 18 km von Stolpmünde entfernt liegt. Dort holte sie der Großvater dann immer vom Bahnhof ab und die restlichen 20 km gingen dann per Pferd und Kutsche von statten.

Dort auf dem Bauernhof hatten sie immer sehr viel Spaß. Auch diesen Hof habe ich bereits besucht.

Alle, die fliehen mußten,
die jemals geflohen sind,
und die vom Kriegsrauch Berußten,
ob wir es früher schon wußten -
so wie im Winter der Wind,
weint ein vertriebenes Kind!

Oda Schäfer(1900-1988)

                                    Blick auf die Ostsee und Strand in Stolpmünde Mai 2012

Pommernlied ,,Wenn in stiller Stunde" von Duo Music Men

Wenn du deine Ahnen sehen könntest, wenn sie alle vor dir stünden,

wüsstest du mehr als ihre Daten, wann sie geboren, wann sie gingen?

Das alleine wär' zu wenig, bitte sei zu mehr bereit,

sie alle hatten vor dir ihr Leben, durchlebten alle Freud und Leid.

Wenn du deine Ahnen sehen könntest, wärst du auf sie stolz?

Wär’n Grafen, Ritter, Edelleut’ und Bauern aus einem Holz?

Erfreut dich nur der eine, der im Licht der Helden steht,

oder grüßt du auch den armen Schlucker, der sein Brot umdreht?

Wenn du deine Ahnen erleben dürftest, in ihrer eignen Welt,

dann wüsstest du, was in ihrem Leben wirklich war von Wert.

Ein Dach, das die Familie schützt, ein Feuer, etwas Brot,

wenn Friede herrscht, kein Kind ist krank, dann ist auch keine Not.

Wenn du deine Ahnen treffen könntest, was sagten sie zu dir?

Dass du bald selbst ein Ahne bist, ein Name auf Papier.

Nun überleg dir, was man später sich von dir erzählen wird

und behandle jeden Ahnen mit dem Respekt, der ihm gebührt.



Sie sind Besucher Nr.

Kostenlose Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!